Stand: September 2010
Deutschland und Tunesien bauen ihre CDM-Kooperation im Biomassebereich aus
Derzeit werden organische Abfälle, z.B. aus Schlachthöfen, Großmärkten, Klärwerken, aus
der Olivenölproduktion und Tierhaltung in Tunesien kaum genutzt und belasten die Umwelt zusätzlich.
Tunesische Entscheidungsträger und die Privatwirtschaft sind derzeit dabei, die hohen Potentiale für den
Arbeitsmarkt, die Entwicklung des Technologie-Know-how und das „grüne“ Wachstum einer
energetischen Abfallverwertung zu erkennen. Das Thema Bioenergie steht seit kurzem an prominenter Stelle auf der
politischen Agenda.
Die Veranstaltung der AHK und CDM-JI Initiative besuchten insgesamt über 100 Teilnehmer/innen. Zehn
Unternehmen aus Deutschland sowie ein schweizer und ein ägyptisches Unternehmen informierten sich bei
zahlreichen Vertretern des tunesischen Privatsektors und staatlicher Institutionen zu
Investitionsmöglichkeiten in diesem Sektor.
Tunesiens Bioenergiepotential in Zahlen:
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In der Zukunft sollen die wirtschaftlichen Nord-Süd-Kooperationen und der Technologietransfer in der Region verstärkt gefördert werden. Tunesiens Regierung fördert den Zukunftsmarkt der erneuerbaren Energien aktiv und mit klar definierten Subventionen im Rahmen des „Plan Solaire Tunisien“.
Die GIZ berät dazu die tunesischen Partner im Auftrag der deutschen Bundesregierung bei der Entwicklung von angepassten Projekten und der Schaffung geeigneter Rahmenbedingungen, während die AHK deutschen Unternehmen die Kontakte zur tunesischen Privatwirtschaft verschafft.
Die Veranstalter betonen daher, dass es nun wichtig sei, den gewonnenen Impuls zu nutzen, um mit den politischen und privaten Akteuren vor Ort im Gespräch zu bleiben und den Vorsprung, den deutsche Firmen in der Region haben, zu halten und auszubauen.

